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Sektionsprojekt „Wir für unseren Wald“

Schon seit Jahren ist es für die Sektion eine Herzensangelegenheit, sich für die Natur einzusetzen. Mit dem Projekt "Wir für unseren Wald" tragen wir in den Wäldern im Landkreis Ludwigsburg, in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Forst, ganz praktisch zum Klimaschutz bei. Die überwältigende Unterstützung vieler Mitglieder hat dazu beigetragen, dass die Aktion sogar über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. 

Seit 2021 konnten so 8.306 Bäume gepflanzt werden - das bedeutet einen Baum für jedes Sektionsmitglied. 

Mit der Pflanzung der Bäume ist das Sektionsprojekt jedoch nicht beendet. Vielmehr haben wir uns verpflichtet, unsere Waldflächen so lange zu betreuen, bis die Bäume groß genug sind und die Umzäunungen entfernt werden können. Zu unseren Aufgaben gehören die Kontrolle der Zäune sowie die Bewässerung und das Freischneiden der Bäume.

Eine Auflistung aller Pflanzprojekte und Aktivitäten im Rahmen des Sektionsprojektes findet sich im Nachgang.

Wenn auch Du Lust hast mitanzupacken, melde Dich gerne unter info@alpenverein-ludwigsburg.de. 

Für die erste große Pflanzaktion hatte uns der Forst eine Freifläche im Pulverdinger Wald zugewiesen, die wegen Borkenkäfer-Befalls zuvor gerodet werden musste. Rund 2400 Tulpenbäume und Traubeneichen galt es dort einzusetzen. Beide Sorten versprechen eine deutlich bessere Resistenz gegenüber dem Klimawandel, der den vorherrschenden Fichten ja so stark zusetzt. Jeweils bis zu 30 Mitglieder kamen an den Helferwochenenden im Frühjahr 2021 zusammen, die zunächst die Fläche zum Schutz gegen Wildverbiss einzuzäunen hatten.

  • Lage und Größe:  Pulverdinger Forst – 0,75 Hektar
  • Pflanzfläche:        Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:            2021
  • Bepflanzung:        1.130 Tulpenbäume, 1.270 Traubeneichen
  • Arbeitsauftrag:     Einzäunen der Fläche, Pflanzung der Bäume, Pflege und Freischneiden bis zur Auszäunung
  • Besonderheiten:  Pflanzung klimaresistenter Tulpenbäume und Traubeneichen

Weiter ging es im Frühjahr 2022 in den Enzauen bei Roßwag mit rund 2700 Traubeneichen. 

  • Lage und Größe:  Roßwag „Enzauen“ – 0,9 Hektar
  • Pflanzfläche:        Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:            2022
  • Bepflanzung:        2.660 Traubeneichen
  • Arbeitsauftrag:     Pflanzung der Bäume, Bewässerung in Dürrezeiten
  • Besonderheiten:  Pflanzung klimaresistenter Traubeneichen, Lage in den Enzauen

Noch am selben Wochenende folgte die Fläche am Ensinger Höhenweg.

  • Lage und Größe:   Gemeinde Ensingen „Höhenweg“ – 0,25 Hektar
  • Pflanzfläche:         Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:             2022
  • Bepflanzung:         370 Traubeneichen, 70 Elsbeeren
  • Arbeitsauftrag:      Pflanzung der Bäume, Pflege und Freischneiden, Bewässerung in Dürrezeiten
  • Besonderheiten:   Pflanzung widerstandsfähiger Elsbeeren und klimaresistenter Traubeneichen

Auch an diesem Wochenende ging es in Horrheim in den "Steilen Hang". Aufgrund der Steilheit des Geländes waren dabei vielfach unsere alpinen Erfahrungen gefragt. 

  • Lage und Größe:   Gemeinde Horrheim „Steilerhang“ – 0,5 Hektar
  • Pflanzfläche:         Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:             2022
  • Bepflanzung:         380 Fichten
  • Arbeitsauftrag:      Pflanzung der Bäume
  • Besonderheiten:   Fichten in Steillagen bieten Halt gegen Erosion

Im Frühjahr 2022 und auch im Frühjahr 2023 wurde in Horrheim am Mittleren Höhenweg gepflanzt.

  • Lage und Größe:     Gem. Horrheim „Mittlerer Höhenweg“ – 0,5Hektar                                                                                 
  • Pflanzfläche:           Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:               2022 und 2023
  • Bepflanzung:           1095 Fichten, 343 Douglasien
  • Arbeitsauftrag:         Pflanzung der Bäume, Bewässerung in Dürrezeiten
  • Besonderheiten:      Douglasien gelten als Klimabaum und CO² Verwandler. Mischpflanzung  Douglasie und Fichte –  die Fichte dient herbei als Zwischengewächs um die starken Seitenaustriebe der wertvollen Douglasie zu vermindern. Anbringung von Einzel-wachstumshüllen bei den Douglasien.

Auch hier wurde jeweils in den Jahren 2022 und 2023 gepflanzt. Wobei uns im Frühjahr 2022 später Schneefall überraschte.

  • Lage und Größe:       Gem. Horrheim „Roterberg“ – 0,75 Hektar                                                                                 
  • Pflanzfläche:             Freifläche nach Rodung wegen Borkenkäferbefall/Trockenschäden
  • Pflanzjahr:                 2022 und 2023
  • Bepflanzung:             700 Fichten, 405 Douglasien
  • Arbeitsauftrag:          Pflanzung der Bäume, Bewässerung in Dürrezeiten
  • Besonderheiten:       Douglasien gelten als Klimabaum und CO² Verwandler. Mischpflanzung Douglasie und Fichte – die Fichte dient herbei als Zwischengewächs um die starken Seitenaustriebe der wertvollen Douglasie zu vermindern. Anbringung von Einzelwachstumshüllen bei den Douglasien.

Das selbst gesteckte Ziel – für jedes der aktuell knapp 8000 Mitglieder einen Baum zu pflanzen – war Ende März 2023 erreicht. Ein schöner Anlass für ein rustikales Waldfest am 22. April am Ensinger Schützenhaus für unsere engagierten Helferinnen und Helfer, Unterstützer und alle Interssierten. Zur Pflanzung der vorläufig letzten sechs Bäumchen erhielten wir prominente Unterstützung: Dr. Simon Bode und Revierförster Jürgen Riedinger vertraten den Forst, Landrat Dietmar Allgaier, sein Vorgänger Dr. Rainer Haas, OB Uwe Skrzypek und Horrheims Ortsvorsteherin Anita Götz die Kommunalpolitik. Gunter Müller (Landesverband) und Thomas Michel (Sektion GOC) waren als Klimaexperten des DAV dabei. Auch die Sektionsjugend pflanzte im Namen der Sektion einen der Jubiläumsbäume.

Angesichts der „höchsten Qualität“ der Arbeiten stellte Dr. Simon Boden auch weitere Flächen in Aussicht, sollte die Mitgliederzahl in der Sektion weiter steigen.

Oder wie alles begann...
Aus der Jugend war der Anstoß gekommen, sich um einen Ausgleich für die vielen Fahrten ins Gebirge zu bemühen. Die Idee, Bäume zu pflanzen, hatte Roland Fischer als Vorsitzender beim Spätlingsmarkt 2019 im Kreishaus dem damaligen Leiter des Forsts, Dr. Michael Nill vorgetragen. „Das wollen viele“ war seine Erfahrung, weshalb die Sektion zur Probe einen anspruchsvollen Auftrag erhielt: 6000 Wachstumshüllen von Jungbäumen im Pulverdinger Forst entfernen und eine Fläche von Gestrüpp freischneiden. Das Ergebnis beeindruckte offenbar so sehr, dass das Projekt sogar auf einer internationalen Tagung vorgestellt wurde.

Seit 2021 betreuen wir zudem die Waldhütte im Pulverdinger Forst sowie drei weitere Waldhütten im Stromberggebiet. Zu unseren Aufgaben zählen hier die Renovierung und Instandhaltung der Hütten, regelmäßiges Freimähen und Müllentsorgung.

Die Hütten mit Ihren von uns selbst gezimmerten Holztischen und -bänken laden zu einer gemütlichen Pause ein.