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Ü30 Hochtour - urige Hütte und blankes

Von der Rauhekopfhütte zur Weißseespitze

02.08.2026

Die Ü30-Gruppe des DAV Ludwigsburg verbrachte ein Wochenende im Kaunertal. Ausgangspunkt war die urige Rauhekopfhütte – ein Ort, an dem echtes Hüttenleben noch selbstverständlich ist und die Zeit scheinbar etwas langsamer vergeht. Statt Komfort im Überfluss gibt es hier noch echtes Hüttenleben. Und schnell wurde klar: Hier ist man nicht nur Gast, sondern hilft den Hüttenleuten, welche im 14-tägigen Rhythmus die Hütte bewarten. Vor und nach dem Abendessen unterstützte die Gruppe kurzerhand beim Servieren und Spülen. Der Dank des Hüttenteams ließ nicht lange auf sich warten – "ein" Schnaps für die Helfer gehörte zur Hüttentradition einfach dazu.

 

Tourenziel war die Weißseespitze. Der Aufstieg führte über den Gepatschferner, dessen Veränderung eindrucksvoll sichtbar wurde. Der Gletscher war vollständig aper, sodass der größte Teil der Route sogar seilfrei begangen werden konnte. Was den Aufstieg vereinfachte, hinterließ gleichzeitig einen nachdenklichen Eindruck. Wo früher Firn und Schnee den Weg bestimmten, dominieren heute Fels, Schutt und blankes Eis. Die Folgen des Gletscherrückgangs sind hier unübersehbar. Dennoch schweifte der Blick vom Gipfel über die unendliche Weite des Gepatschferner und hinüber zu Ötztaler und Stubaier Alpen. 

Zurück blieb das Gefühl, eine besondere Tour erlebt zu haben: geprägt von Kameradschaft, einer Hütte mit unverwechselbarem Charme und einem eindrucksvollen -wenn auch etwas nachdenklich stimmenden- Blick auf den Wandel der Gletscherwelt. Das Kaunertal hat uns einmal mehr gezeigt, dass die schönsten Bergerlebnisse oft dort entstehen, wo Ursprünglichkeit, Vergänglichkeit und Gemeinschaft nah beieinanderliegen.