Wander-FIT - Schneeschuhspass in den Glarner Alpen

Auch dieses Jahr war das Schneeschuhwochenende, organisiert von Eberhard Groß, wieder ein attraktives WanderFIT Angebot der OG Bietigheim.

Strahlender Sonnenschein hatte sich für diesen Tag angekündigt.
Unser Ziel, die Spitzmeilenhütte im Kanton St. Gallen, liegt im oberen Schilstal am Rande des Mad Plateaus auf 2087 m.
Wegen begrenzten Übernachtungsplätzen konnten wir leider auch dieses Jahr  nicht alle Interessierten mitnehmen. So starteten wir am vergangenen Samstag schon recht früh mit 17 Wanderfreunden in Richtung Schweiz, um pünktlich für die erste Gondel an der Station Tannenbodenalp in Flumserberg zu sein.
Die Seilbahn erleichterte uns den Start und nahm uns die ersten 600 Hm Aufstieg bis zur Station Maschgenkamm ab.
Nachdem wir das Lawinensicherheitsmaterial verteilt hatten, gings mit den Schneeschuhen gleich am Anfang einen steilen Querhang entlang und danach wieder 200 Hm abwärts. Schade um jeden Höhenmeter, wussten wir doch, dass wir die verlorenen Hm später wieder zu Hütte  ansteigen mussten.
Noch nicht so ganz mit der neuen "Bereifung" und dem steilen Gelände vertraut, machte der Eine oder Andere bei der Querung des Steilhanges auch gleich eine unfreiwillige Rutschpartie und musste die verlorene Höhe wieder erklimmen.
Für einige unserer Kameraden war es ihre erste Schneeschuhtour. Ein guter Anlass, die Gruppe an einer geeigneten Stelle mit dem Umgang der Lawinenausrüstung vertraut zu machen. Winz verbuddelte sein LVS-Gerät, das wir Anderen dann nacheinander oder zu zweit mit Piepser, Sonde und Schaufel bewaffnet, aufspüren sollten.
Das kann dann schon auch eine Gaudi sein bei diesem Kaiserwetter.
Weiter gings, zuerst gemächlich, dann zum Schlussanstieg recht steil und auch zunehmend windig zur Hütte, die wir am frühen Nachmittag erreichten.
Herzlich wurden wir von den netten Hüttenwirten Esther und Roland begrüßt. Nachdem die Schlafplätze verteilt waren, nutzte der Eine oder Andere die Zeit bis zum Abendessen für eine Kaffeepause, einen kleinen Snack oder die ganz Müden auch für ein Nickerchen.
Total lecker wurden wir am frühen Abend dann bekocht, sogar Salat gab es, was ja auf Hütten nicht zu erwarten ist. Der leckere Beerenjoghurt als Dessert war das I-Tüpfelchen des Menüs.
Zur vorgerückter Stunde kündigte sich herrlicher Sonnenuntergang an, wobei die Panoramafenster der Hütte durch unzählige Kameras belegt wurden um das tolle Abendrot vor der Bergkulisse der Churfirsten und des Säntis einzufangen.
In geselliger Runde ließen wir den schönen Tag ausklingen.
Am anderen Tag sollte unser Ziel eigentlich der 2501 m hohe Spitzmeilen sein.
Schon die ganze Nacht hatte es sehr stark gewindet und jetzt war es diesig, stürmisch und es regnete sogar. Der Hüttenwirt riet uns wegen Schneewächten ab, auf den Gipfel zu steigen. Eberhard schlug vor, erst einmal abzuwarten. Nachdem aber keine Wetterbesserung zu erwarten war, entschlossen wir uns zum Abstieg ins Tal. Ungemütliches Wetter erwartete uns vor der Hüttentüre und  heftige Böen bei Windstärke 8 forderten alles von uns ab, um auf den Schneeschuhen zu bleiben. Leider fuhr auch die Gondel, die uns ab  Maschgenkamm wieder zu unseren Autos an der Talstation bringen sollte, bei diesem Sturm nicht.
Zuerst recht gemütlich gings über den Winterwanderweg langgezogen talwärts.  Die ganz Müden brauchten zwischendrin eine Verschnaufpause, bevor es dann zuletzt recht steil und abenteuerlich bergab zur Zielgeraden auf die Tannenbodenalp ging.
Gerne folgten wir Eberhards Vorschlag, wie letztes Jahr die Tour im Restaurant Hegaublick bei Singen beim Abendessen ausklingen zu lassen. Der Name des Restaurants ist Programm. Das windige aber klare Wetter lies einen sagenhaften Weitblick auf die bizarren Vulkankegel des toskanisch anmutenden  Hegaus, den Bodensee und die dahinter liegenden Schweizer Alpen zu.
In lustiger Runde genossen wir das leckere Essen, bevor wir die Heimreise nach Bietigheim antraten.
Wunderschön war es wieder.
Danke Eberhard.

Bericht und Bilder : Elke Schröter